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Abnehmen ohne Diät

Die Maschen der Diät Industrie

Bikini Body Plan, Low Carb, Size Zero, Stoffwechseldiät, Weight Watchers, Proteinshakes usw. Die Diätenlandschaft blüht seit jeher und wird es immer tun, denn: Diäten funktionieren nicht und deshalb wird es immer „die eine“ neue Diät geben die Erfolg garantiert.

Das Problem der meisten Abnehmwilligen ist nicht etwa Unwissenheit über gesunde Ernährung (jeder weiß, dass ein Apfel gesünder ist als eine Tafel Schokolade). Das Problem ist ein Kreislauf aus Ge- und Verboten, aus Frust- und Belohnungsessen der durch Sport- und Ernährungspläne erst richtig in Schwung kommt. Ist ein Diätplan erfolgreich beendet, beginnt der Alltag wieder und der Plan landet in der Ecke.

Diäten lassen auf Dauer nur dein Budget schrumpfen, nicht dein Gewicht.

Nach der Diät passiert etwas das nicht im Plan vorgesehen war, da sich der Mensch nicht mehr in der „Honeymoon-Phase“ befindet, in der die Kilos nur so schwinden und die Muskeln wachsen:

Einige futtern sich nach gewisser Zeit die abgenommen Kilos langsam aber stetig wieder an.

Andere nicht. Diese jedoch kasteien sich mit einem Dauer-Sport- und Ernährungsplan der strikt befolgt wird. Wird einmal eine Joggingeinheit verpasst, gibt es dafür keinen Nachtisch. Gibt es am Abend Pizza und Eiscreme, sind am Tag darauf Kohlehydrate tabu. Ein lebenslanger, rigider „Post-Diätplan“ aus Ge- und Verboten entsteht, der den Diätjünger geißelt.

Nicht selten sind Gedankenmuster zu beobachten, wie: „Wenn ich erst mal 5 kg abgenommen habe, dann …“. Wenn das Ziel allerdings erreicht ist, hält die Euphorie nur kurz an oder bleibt ganz aus, weil: Das Problem sind nie die 5 kg zu viel, sondern etwas, das tiefer sitzt.

Abnehmen ohne Diät

Aus dem Teufelskreis wieder heraus zu kommen scheint zunächst nicht einfach, muss doch auf einmal der Glaube an Diäten über Bord geworfen werden.

Dazu müssen alt bekannte, nicht mehr gültige Glaubenssätze aufgelöst werden. Gab es zum Beispiel in der Kindheit Liebe und Anerkennung nur bei guter Leistung und Schulnoten, kann der Glaubenssatz „Ich muss erfolgreich sein, nur dann werde ich geliebt.“ unterbewusst auch im Erwachsenenalter noch immer aktiv sein. Die daraus resultierenden negativen Gefühle (Angst, Trauer oder Druck) werden durch Essen (vermeintlich) abgemildert bzw. verdrängt. Der Teufelskreis ist im vollen Gang.

Hier hilft keine Diät. Evtl. ist es sinnvoll Unterstützung von außen zu holen (Therapeutische Begleitung), die einem hilft die veralteten Glaubenssätze aufzulösen und neue zu bilden.

Dieses Phänomen gibt es übrigens nicht nur im Bezug auf Essen. Manch anderer verdrängt und betäubt ungewollte Gefühle mit zu viel Arbeit, Alkohol, Zigaretten oder Shopping Exzessen (Süchte). Bei anderen zeigen sich Lebensmittelunverträglichkeiten,  Hautausschlag, Depressionen oder Ängste.  


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Natürlich ist es einfacher einem Diätplan zu folgen der großes verspricht. Nur leider ist das – egal welche Diät – nicht dauerhaft erfolgreich.

Noch überzeugender ist ein Beispiel von Weight Watchers: Während dieser Diät werden keine Kalorien sondern „Punkte“ gezählt. Hat man das Zielgewicht jedoch erreicht, kann man nicht aufhören mit dem Punkte zählen, sondern muss dies für den Rest seines Lebens tun (so eine Verantwortliche von Weight Watchers). Ist das nicht verrückt?

 

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Fünf Tipps die dir JETZT helfen

1. Setze dich vor allem mit den Gründen auseinander, WARUM du zu viel oder zu ungesund isst. 

Bist du wütend, traurig oder verspürst Essdruck? Versuche diese Emotionen im Körper wahrzunehmen (wo sind sie? welche Farbe haben sie? wie sehen sie aus?).

Beobachte die Gefühle ohne sie zu bewerten oder zu analysieren. Versuche sie als Betrachter von außen wahrzunehmen und dich nicht mit ihnen zu identifizieren („Ah, da ist Trauer.“ Dieses Gefühl darf da sein. Es geht wieder vorbei wie jedes andere Gefühl auch.)

Bist du wütend, hilft es dieses Gefühl zusätzlich auszudrücken, z.B. in dem du in ein Kissen boxst oder schreist.

 

2. Kaufe keine Diät-, zucker- oder fettreduzierten Lebensmittel. 

Achte lieber auf natürliche und regionale Lebensmittel. Wirf beim Lebensmitteleinkauf einfach einen Blick auf die Inhaltsstoffe bzw. das Herkunft-/ Produktionsland. Woher kommt die Kartoffel? Sind im Bio-Jogurt wirklich weniger Zusatzstoffe als im „normalen“ Joghurt?

 

3. Frage dich vor dem Essen ob du wirklich Hunger hast.

Verspürst du Hunger oder ist gerade ein anderes Gefühl in dir ist, dass du mit dem Essen abdämpfen willst, z.B. Trauer, Wut oder Langeweile.

 

4. Überlege dir vor dem Essen was du willst.

Hast du das Bedürfnis etwas salziges oder süßes zu essen? Etwas cremiges oder knackiges? Etwas heißes oder kaltes? Dann esse auch das, wofür du ein Bedürfnis verspürst. Leckere gesunde Rezepte findet du hier.

 

5. Setze dich zum Essen hin und versuche einmal nach jedem Bissen das Besteck zur Seite zu legen.

So wird die Achtsamkeit gegenüber Lebensmitteln geschult.

 

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Dein Merkzettel

1. Egal welche neue Diät auf den Markt kommt: Ignoriere sie! Nur du allein weißt was deinem Körper gut tut.

2. Löse alte, nicht mehr gültige Glaubenssätze auf und hole dir falls nötig (therapeutische) Unterstützung von außen. So nimmst du automatisch ab und verlässt den Diät-Teufelskreis.

3. Eine nachhaltige Ernährungs- und Lebensweise hilft dir achtsam mit dir und deiner Umwelt umzugehen und auf deine Bedürfnisse zu hören.

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