yogastil_header

Wie du deinen ganz persönlichen Yogastil findest

Yoga ist ist in. Yoga ist #swag. Yoga ist aber vor allem gut für Körper und Geist und eröffnet neue Sichtweisen auf das Leben und dich selbst, dient der Erholung und reduziert Stress.

Yoga ist kein Sport, sondern eine indische Philosophie welche die Sinne des Körpers mit der Seele verbindet.


Doch wo soll der Neu-Yogi anfangen?

Yogastile gibt es wie Sand am Meer und alle versprechen einen fitteren Körper und einen ruhigeren Geist. Über 130 Übungsformen soll es geben, die alle etwas mit Yoga zu tun haben. Einige davon sind sogar patentrechtlich geschützt. 

Gemeinsam haben alle die Suche nach sich selbst und innerem Frieden. Im Folgenden findest du heraus welche Yogaart dir am besten entspricht.

 

Klassisch werden die Yogaarten wie folgt unterteilt:

  • Raja Yoga (Yoga der Meditation)
  • Jnana Yoga (Yoga des Wissens)
  • Karma Yoga (Yoga der Handlung)
  • Bhakti Yoga (Yoga der Hingabe)
  • Hatha Yoga (Yoga des Körpers)
  • Kundalini Yoga (Yoga der Energie)

 

Hatha Yoga ist der bekannteste Weg des Yoga. Der Fokus liegt auf der Harmonisierung des Körpers, dies geschieht durch Körperübungen (Asanas), Atemübungen (Pranayama) und Tiefenentspannungsechniken.

Die bekanntesten Stile des Hatha Yoga sind folgende:


yoga_illustration 


Anusara Yoga

Geeignet für Einsteiger und Schüler, die den spirituellen Hintergrund des Yoga besser kennenlernen wollen.

Anusara Yoga wurde 1997 in den USA von John Friend entwickelt. Ziele sind eine gesunde Haltung von innen und das sehr genaue Ausführen der Asanas, um Körper und Geist in Konzentration zu bringen.


Anti Gravity Yoga (Aerial Yoga)

Geeignet für geübtere Schüler, die ihre Yoga Praxis gern schwerelos hängend in Tüchern vertiefen wollen.

Aerial Yoga verbindet Yoga mit Luftakrobatik, Gymnastik, Tanz und Pilates. 2008 gegründet vom New Yorker Christopher Harrison, üben die Schüler mit einem elastischen Trapeztuch das von der Decke hängt. Mut, Körperspannung und Balance gehören auf jeden Fall dazu.


Ashtanga-Vinyasa Yoga

Geeignet für alle, die Kraft, Beweglichkeit, Kondition und mentale Stärke in einer strikten Reihenfolge aufbauen wollen.

Ashtanga oder Vinyasa Yoga ist eine kraftvolle und dynamische Form des Hatha-Yoga die vom Inder Sri Krishna Pattabhi Jois (1915-2009) entwickelte wurde. Es werden vorgegebene, sehr fordernde dynamische Reihen im indischen Stil geübt, die einzelnen Körperhaltungen oft durch Sprünge miteinander verbunden und mit der sog. Ujjayi-Atmung (Kehlkopfritzenatmung) verknüpft. Diese Atmung erzeugt innere Hitze, wirkt schweißtreibend und entgiftet so den Körper.


Bikram Yoga (Hot Yoga)

Geeignet für alle, die gerne mit Gruppendynamik üben, Giftstoffe ausschwitzen und in einer strikten Reihenfolge üben wollen. 

Bikram Yoga wird bei ca. 40°C und hoher Luftfeuchtigkeit praktiziert. Es besteht aus einer Abfolge von 26 Hatha-Yoga-Übungen und zwei Atemübungen. Diese 26 Übungen wurden aus mehr als 800 Asanas vom indischen Yogameister Bikram Choudhury ausgewählt und zusammengestellt. Es ist ein sportliches und forderndes Yoga und soll die physische Körperkraft, Flexibilität und Balance verbessern und durch Schwitzen den Körper entgiften.


Forrest Yoga

Geeignet für geübte Schüler, die ihre Kraft in Rücken und Bauch noch zusätzlich verbessern wollen.

Forrest Yoga wurde von der Amerikanerin Ana Forrest begründet. Die Eckpfeiler sind Atem, Stärke, Integrität und „Spirit“. Leidenschaftliche, intensivste Übungssequenzen führen dabei tiefer, auch zu möglichen körperlichen und emotionalen Verletzungen. So kann der eigene Spirit mit „nach Hause gebracht“ werden. Genutzt werden Hitze, Tiefenatmung und dynamische Körperübungen. Gift- und Schadstoffe werden so ausgeschwitzt, die Sauerstoffversorgung und damit auch die Regeneration verbessert. Forrest Yoga erfordert keine besondere Kraft oder Flexibilität, es bedarf ’nur‘ der Bereitschaft sich einzulassen, zu lernen, sich authentisch zu fühlen und darauf ehrlich zu reagieren.


Hormon Yoga

Geeignet für Frauen mit PMS, ab dem 35. Lebensjahr oder Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch.

In den 1990er Jahren wurde Hormon Yoga von der brasilianische Psychologin und Yogalehrerin Dinah Rodrigues entwickelt. Sie kombinierte Trainingszyklen mit Übungen aus dem Hatha-Yoga, dem Kundalini-Yoga und tibetischen Energieübungen. Gezielt werden Eierstöcke, Schilddrüse und Nebennieren stimuliert, um die Hormonproduktion anzuregen. Hormon-Yoga soll nicht nur im Klimakterium und bei Wechselbeschwerden helfen, sondern wird auch erfolgreich bei Frauen mit Kinderwunsch eingesetzt.


Sivananda Yoga

Geeignet für Einsteiger, die offen für Spiritualität sind und gerne singen, bzw. chanten.

Das seit über 50 Jahren international verbreitete Sivananda Yoga basiert auf 12 Basisübungen und geht zurück auf die beiden Yogameister Swami Sivananda und Swami Vishnudevananda. Es handelt sich um klassisches ganzheitliches Yoga, das alle bekannten Yogasysteme integriert.


Iyengar Yoga

Geeignet für alle, die Kraft, Flexibilität und Kontrolle in einer Haltung erlangen und mit Hilfsmitteln üben möchten.

Der Inder B.K.S. Iyengar begründete diesen kraftvollen Yogastil. Seine langjährige Beschäftigung mit Ausführung und Wirkung von Körperhaltungen und Atemübungen führten zu einer weltweiten Verbreitung dieses Stils.

Iyengar-Yoga erlaubt auch im Gruppenunterricht ein individuelles Eingehen auf die Bedürfnisse der Übenden. Typisch ist die Verwendung von Hilfsmitteln, wie Gurten oder Klötzen. Genaue Beobachtung, Anweisung, Korrektur und ein didaktisch gut durchdachter Unterrichtsstil bringen Übende in exakte Positionen.


Jivamukti Yoga

Geeignet für alle, die spirituell und körperlich gefordert werden möchten und gerne mit Musik üben. 

Jivamukti Yoga wurde von der Tänzerin Sharon Gannon und dem Künstler David Life in den 80er Jahren in New York entwickelt. Jivamukti heißt übersetzt so viel wie „die Befreiung der Seele“ und ist eine moderne Form des Hatha-Yoga. Ineinander fließende tänzerische Körperübungen wechseln mit Gesängen und spezieller Atemtechnik. Ziel ist es, mentale Stärke und Ausgeglichenheit zu entwickeln.


Kripalu Yoga

Geeignet für alle, die den Fokus auf Meditation, Atmung und Heilung legen.

Dieser Stil wurde vom Inder Amrit Desai begründet. Grundlage sind sanfte Körperübungen, unterstützt durch fließendes Atmen. Das eigentliche Ziel dieses Stils ist das Kultivieren eines distanzierten und bewussten Gewahrseins des dabei ablaufenden Prozesses. Wichtig sind Selbst-Akzeptanz und emotionale Stabilität. Praktische Übungen spielen zwar eine wichtige Rolle, die äußere Vervollkommnung von Körperhaltungen oder Atemtechniken sind eher sekundär.


Power Yoga (Yoga-Pilates oder Yogilates)

Geeignet für alle, die Kondition, Muskeln und Kraft aufbauen wollen und dabei ins Schwitzen kommen möchten.

Poweryoga wurde vom Amerikaner Bryan Kest begründet und ist ein kraftvoller, intensiver durch längeres Halten der Yogapositionen geprägter Yogastil. Es werden einfache Positionen mit Fokus auf Aufbau von Koordination, Atmung und Bewegung, Kraft und Balance geübt.


TriYoga

Geeignet für alle, die Yoga von Anfang an lernen möchten und denen feste Abfolgen gefallen.

TriYoga wurde von der Amerikanerin Kali Ray begründet. Es verbindet Körperhaltungen, Atmung und Handmudras (Fingerstellungen) zu fließenden Sequenzen zur Erweckung der Lebensenergie „Prana“. Der Begriff TriYoga steht für das Streben nach der Drei-Einheit von Körper, Geist und Seele.


Yin Yoga

Geeignet für alle, die den Fokus auf Stressreduktion und Selbsterkenntnis legen wollen.

Yin Yoga ist ein ruhiger Yogastil und das Gegenstück zum yang-orientierten aktiven Ashtanga-Yoga. Die Yoga-Positionen werden ohne aktive Muskelkraft über einen längeren Zeitraum gehalten. Dabei geht die Dehnung in tiefere Körperschichten und so werden verklebte Faszien (Bindegewebe) auf sanfte Weise gelöst. 


Vini Yoga

Geeignet für alle, die einen individuellen Yogastil schätzen der auf Ihre Bedürfnissen abgestimmt werden kann.

Viniyoga ist ein flexibler Yogastil, der sich Alter, Geschlecht, körperlicher Verfassung usw. des Yogis anpasst. Yoga in dieser speziellen Form hat demnach das Ziel, Gesundheit zu erhalten und körperliche, geistige sowie seelische Leiden zu mindern.

Ich hoffe die Welt der Yogastile ist nun etwas klarer für dich.

Suche dir dir drei Yogaarten aus die für dich interessant klingen und besuche in den nächsten drei Woche jede Woche einen anderen Kurs. Du wirst erstaunt sein über die vielen Gemeinsamkeiten und dennoch merken, wie du über die kleinen feinen Unterschiede den für dich am besten passenden Yogastil finden kannst.

yoga_illustration


Quellen:
 yogaguide.at, yoga-jetzt.netyogaservice.delifehacker.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.